In der Ausstellung Der blaue Kontinent: Faszinierende Einblicke in den Pazifik

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Ausstellung im Überseemuseum zeigt im Lichthof eine Insel mit schwebenden Fischen
Blick in die neue Dauerausstellung im Bremer Übersee-Museum. Bild: Überseemuseum | Volker Beinhorn

Nach vier Jahren Umbauzeit können Sie jetzt die neue Dauerausstellung "Der blaue Kontinent – Inseln im Pazifik" im Übersee-Museum erkunden. Rund 350 Exponate veranschaulichen die Kulturen im Pazifikraum.

Porträt von Frau Dr. Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums Bremen

"Der blaue Kontinent – Inseln im Pazifik" im Übersee-Museum

Die neue Dauerausstellung im Übersee-Museum bringt uns das Leben und die Kulturen im Pazifikraum näher. Zu den Highlights gehört eine begehbare zehn Meter hohe Insel mit einem digitalen Wasserfall.

Bild: Überseemuseum Bremen | Volker Beinhorn

Um was geht es in der Ausstellung?

Um Leben, Kultur und die aktuellen Probleme der pazifischen Inseln. Die Ausstellung widmet sich den Themen Biodiversität, kulturelle Identität, Ressourcennutzung, Klimawandel und der kolonialen Vergangenheit Ozeaniens. Neben einem Korallenriff, an einem nachgebauten Strandabschnitt, wird eines der fünf zentralen Themen der Ausstellung sichtbar: der Klimawandel. Man sieht zum Beispiel eine Meeresschildkröte, die vergeblich versucht, ihre Eier abzulegen. Die unmittelbaren Folgen des Klimawandels seien in Ozeanien schon jetzt zu sehen, erklärt der Leiter der Abteilung Naturkunde vom Überseemuseum, Michael Stiller. "Der Meeresspiegel steigt. Die Wetterbedingungen werden schlechter. Korallenriffe leiden, bieten nicht mehr den Schutz, den sie vorher vor Überflutung leisten konnten. Dadurch wird unmittelbar das Leben dieser Tiere bedroht."

Eine Insel im Pazifik
Die Ausstellung "Der blaue Kontinent – Inseln im Pazifik" wurde von einer Agentur aus London gestaltet. Rund vier Jahre hat es von der Vorbereitung über die Konstruktionen und den Umbau bis zur Eröffnung gedauert. Bild: Ocean Image Bank | Amanda Cotton

Um möglichst vielfältig und authentisch über den pazifischen Kontinent zu informieren, hat das Museum Unterstützung von Fachleuten aus der Region bekommen. In kleinen Audiosequenzen erzählen Menschen aus Fidschi, Samoa, Neukaledonien oder Palau mehr über die Objekte, die hier im Übersee-Museum zu finden sind.

Es gibt Stationen, an denen man in die pazifischen Sprachen reinhören kann. Und neben der Insel rauscht ein digitaler Wasserfall zu Boden, der aus 700 Wörtern für das Wort "Wasser" in den verschiedenen pazifischen Sprachen besteht. Man kann viel erfahren über Thunfische, Kokosnussplantagen, traditionellen Tattoos, das Surfen oder auch darüber, was Rugby mit kultureller Identität zu tun hat.

Was gibt es zu sehen?

Im Lichtraum des Museums steht das Highlight der Ausstellung, eine knapp zehn Meter hohe Insel, die den Rock Islands von Palau nachempfunden ist. Begrünt, teilweise mit echten Pflanzen. Daneben ragen riesige Holz-Masken aus dem ozeanblauen Boden. Von der Decke hängen Nachbauen von Rochen, Walhaien, Delphinen und Thunfischen. Die Insel ist von innen begehbar und bildet das Herzstück der Ausstellung.

Große Modelle von Meerestieren hängen in einem Museumssaal von der Decke, links ist eine Insellandschaft zu sehen
Große Modelle von Meerestieren hängen in einem Museumssaal von der Decke, links ist eine Insellandschaft zu sehen. Bild: Radio Bremen

Direkt hinter der Insel ist eine riesige Blauwal-Flosse nachgestellt, daneben ein Blauwal-Herz ebenfalls in Originalgröße und so groß, dass man es von innen erkunden kann. Auf einem Surfbrett können die Besucherinnen und Besucher auf einer virtuellen Welle reiten. Und an einer weiteren interaktiven Station kann man sich pazifische Tätowierungen auf den Arm projizieren lassen und das Muster dann nachzeichnen.

Lohnt sich ein Besuch?

Auf jeden Fall, die Ausstellung bietet viele Überraschungsmomente und lädt zum Staunen und Entdecken ein. Wer sich für den pazifischen Lebensraum interessiert, kann im Übersee-Museum abtauchen und viele neue Erkenntnisse über diese beeindruckenden Inselwelten erfahren. Es ist eine sehr vielfältige Ausstellung. Sie wird durch eine breit angelegte Veranstaltungsreihe ergänzt und soll mehr als zehn Jahre im Museum bleiben. Es gibt auch eine günstige Jahreskarte.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 29. März 2025, 11:20 Uhr

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